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Brandschutz, Rauchmelder und Feuerlöscher Community

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Informationen Brandschutz

Informationen Brandschutz

  1. Brennen und Löschen
  2. Löschen - was macht die Feuerwehr
  3. Termperaturverlauf bei einem Brand
  4. Was brennt wirklich?
  5. Wo ist die Gefahr?


"Warum Brandschutz - bei uns brennt´s doch eh nie!". Hierzu ein Zitat aus einem Urteil eines Oberverwaltungsgerichts1:

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.

Informieren Sie sich daher darüber, wie ein an sich unbrennbares Haus brennt und wie Sie sich vor dieser Gefahr schützen können!

Brennen und löschen

Es wird unterschieden zwischen Feuer, Brand, Verpuffung, Explosion und Detonation.

Feuer ist eine schnell ablaufende Oxidation, begleitet durch Flammen oder Glut, wobei mehr oder wenige große Mengen Energie frei werden. Voraussetzungen für die Entstehung und Aufrechterhaltung eines Feuers sind die Anwesenheit eines brennbaren Stoffs, eines Oxidationsmittels, wie etwa Sauerstoff aus der Luft, sowie eine genügend hohe Temperatur. Die Geschwindigkeit, mit der diese Oxidation abläuft, hängt im wesentlichen von der Verteilung (Oberfläche) des Brennstoffes, dem Sauerstoffgehalt, der Verwirbelung und der Beschaffenheit des Brennstoffes ab.

Während bei einem Feuer - z.B. in einem Kamin - der Verbrennungsvorgang kontrolliert abläuft, ist ein Brand ein Feuer, das ohne einen bestimmungsmäßigen Herd entstanden ist oder diesen unkontrolliert verlassen hat und sich nun aus eigener Kraft ausbreitet. Da dies in der Regel mit Sach-, Personen- und Umweltschäden einhergeht, wird ein Brand auch als Schadenfeuer bezeichnet.

Unterschied Feuer Brand Schadenfeuer

Verpuffungen, Explosionen und Detonationen sind schneller ablaufende Brände, die sich prinzipiell nur durch ihre Geschwindigkeit unterscheiden. Bei einer Verpuffung lässt sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Flammen ausbreiten, in Zentimetern pro Sekunde messen. Bei Explosionen sind dies bereits Meter pro Sekunde, bei Detonationen Kilometer pro Sekunde.

Löschen - was macht die Feuerwehr?

Die bei einem Brand alarmierte Feuerwehr versucht die drei Voraussetzungen zu trennen: Meist wird versucht, durch Wasser die Hitze zu entfernen, oder wenn möglich durch Wassersprühnebel, Schäume oder Gase den Sauerstoff auszuschließen.

Temperaturverlauf bei einem Brand

Bei einem "normalen" Zimmerbrand ist mit Temperaturen von bis zu 1100°C zu rechnen. Die vom Brand betroffenen Räumlichkeiten können dabei bis auf die Rohwand leerbrennen. Von der Einrichtung sind in diesen Fällen nur Zersetzungsniederschläge oder Schatten übrig. Da auch die Statik der Wände und Decken geschädigt sein kann, kann ein Brand sogar dazu führen, dass Einsturzgefahr besteht. Die Notwendigkeit eines effektiven Brandschutzes wird also mehr als deutlich.

 Brand Küchenbrand Auswirkungen

Was brennt wirklich?

In dem an sich unbrennbaren Haus erhöht sich die Brandlast ab dem Zeitpunkt des Ausbaus kontinuierlich. Meist sind es Gase, Nebel und Dämpfe die brennen. Diese werden frei aus Stoffen, die im Normalzustand bei Zimmertemperatur schon flüssig vorliegen. Alternativ handelt es sich um Gase, die bei bestimmten Temperaturen als Zersetzungsprodukte, also Verbrennungsgase fester Stoffe auftreten.

Somit stellt neben dem Mobiliar der Bewohner gerade die Haustechnik mit ihren zahlreichen Versorgungssträngen, Schächten, Kanälen und Rohrleitungen ein besonderes Risiko dar. Besonders die heutzutage verbauten Kunststoffe sind brennbar, wodurch die Installationsschächte wie Kamine wirken. An jedem Durchbruch und jeder Öffnung haben Feuer und Rauch freie Bahn. Eine Schadensituation kann sich somit in Sekunden, manchmal aber auch schleichend unbemerkt zusammenbrauen. 

Wo ist die Gefahr?

Die bei dem Brand von Mobiliar, Baustoffen und haustechnischen Bestandteilen entstehenden Rauchgase sind oft sehr giftig. Während die gefährlichsten, da nicht riechbaren, schmeckbaren oder sichtbaren Atemgifte zu innerem Ersticken führen, vesetzen Ätz- und Reizgase Mensch und Tier in einen hilflosen Zustand, der es ihnen unmöglich macht, sich in Sicherheit zu bringen und so indirekt zu ihrem Tod führen. Durch die Installation von Rauchmeldern können Sie diese Gefahr jedoch wirkungsvoll verringern.

1: AZ 10 A 363/86 vom 11.12.1987